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Lippen sind auch zum Küssen da

In den Lippen befinden sich besonders viele Nervenenden, weshalb dort das Empfinden viel intensiver ist als in vielen anderen Körperregionen. Beim Kuss auf die Lippe lässt sich dies eindrucksvoll feststellen. Was dabei geschieht, welchen Einfluss er auf dein Immunsystem hat und ob es kulturelle Unterschiede dabei gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Auf die Lippen küssen - was dabei im Körper passiert

Die erste spürbare Reaktion des Körpers ist der erhöhte Pulsschlag beim auf die Lippe küssen. Hinzu kommen die langfristiger wirkenden Vorzüge der gesteigerten Leistungsfähigkeit des Herzens sowie die durch die beschleunigte Atmung trainierte Lunge. Denn während eines Kusses atmen wir im Durchschnitt 3 Mal so oft in der Minute wie unter normalen Umständen. Grund dafür ist die Ausschüttung von Neurotransmittern und Glückshormonen wie Serotonin, Adrenalin und Endorphinen. Ein weiterer positiver Aspekt beim auf die Lippen küssen ist die vorbeugende Wirkung gegen Zeichen der Hautalterung, da ein intensiver Kuss bis zu 34 verschiedene Gesichtsmuskeln in Anspruch nimmt. Des Weiteren wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. Dies hat, wie Philematologen (Kuss-Forscher) annehmen, Auswirkungen auf das menschliche Paarbindungsverhalten.

Warum ist auf die Lippen küssen so gesund?

Bei jedem Menschen befindet sich Speichel im Mund und auf den Lippen. Beim Küssen findet ein Austausch statt, bei dem Tausende von Bakterien vermischt werden. Das bewirkt die Mobilisierung der Abwehrkräfte und das Immunsystem wird gestärkt. Zusätzlich wird Karies und Paradontose vorgebeugt, denn es entstehen antimikrobielle Enzyme im Speichel.

Welche kulturellen Unterschiede gibt es?

In den europäischen Ländern ist es unüblich, Freunde und Bekannte zur Begrüssung auf die Lippen zu küssen. Beim Wangenkuss gibt es von Land zu Land unterschiedliche Gebräuche: In Österreich und Deutschland werden für gewöhnlich zwei Küsse auf die Wangen verteilt. In Italien sowie in der Schweiz gibt es normalerweise ein Küsschen mehr und in Frankreich variiert die Anzahl zwischen zwei und vier. Von einer „Akkolade“ spricht man, wenn die kleinen Küsse nur angedeutet werden.

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